Redaktioneller Auftrag
Der Pflegekaiser macht geriatrisches und gerontopsychiatrisches Pflegewissen für pflegende Angehörige und Mitarbeitende vollstationärer Einrichtungen verständlich und praktisch nutzbar. Inhalte sollen Orientierung geben, Beobachtung und Kommunikation verbessern und fachliche Grenzen deutlich machen.
Die Plattform ersetzt keine individuelle pflegerische Bedarfserhebung, ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Therapie. Wo eine Situation zeitkritisch sein kann, wird die Dringlichkeit ausdrücklich benannt.
Quellenhierarchie
Quellen werden nicht allein nach Bekanntheit, sondern nach fachlicher Eignung und Aktualität ausgewählt. Vorrang haben:
- aktuelle AWMF-Leitlinien und Leitlinien vergleichbarer wissenschaftlicher Fachorganisationen,
- Expertenstandards und Veröffentlichungen anerkannter Qualitäts- und Fachinstitutionen,
- systematische Übersichtsarbeiten und hochwertige Primärstudien, wenn Leitlinien eine Frage nicht ausreichend beantworten,
- offizielle Patienteninformationen, Behörden- und Notfallinformationen für konkrete Handlungswege,
- ergänzende Fachliteratur, deren Rolle und Grenzen im Beitrag erkennbar bleiben.
Kommerzielle Ratgeber, nicht belegte Zusammenfassungen und KI-Ausgaben gelten nicht als fachliche Quelle.
Vom Thema bis zur Freigabe
- Praxisfrage definieren: Zielgruppe, Entscheidungssituation und mögliche Risiken werden vor der Recherche festgelegt.
- Quellenlage prüfen: Aktuelle Leitlinien, Fachstandards und Primärquellen werden recherchiert und gegeneinander abgeglichen.
- Inhalt übersetzen: Kernaussagen werden verständlich formuliert, ohne Evidenzgrad, Unsicherheit oder Zuständigkeitsgrenzen zu verwischen.
- Sicherheitsprüfung durchführen: Notfallzeichen, kontraintuitive Risiken und Grenzen der Selbsthilfe werden gesondert kontrolliert.
- Veröffentlichen und versionieren: Autor, Prüfdatum, Version und maßgebliche Quellen werden sichtbar angegeben.
Medizinische und pflegerische Sicherheitsgrenzen
Der Pflegekaiser unterscheidet konsequent zwischen Beobachtung, Screening, professioneller Einschätzung und Diagnose. Arbeitsmaterialien dürfen keine Scheinsicherheit erzeugen und werden nicht als Ersatz für validierte Instrumente oder einrichtungsinterne Verfahren ausgegeben.
Medikamentöse Empfehlungen, Dosierungen oder individuelle Therapieentscheidungen werden nicht ohne den dafür erforderlichen ärztlichen und pharmazeutischen Kontext veröffentlicht. Bei Notfallthemen werden offizielle Anlaufstellen und Warnzeichen genannt.
Prüfdatum, Aktualisierung und Korrekturen
Jeder Fachbeitrag erhält ein Prüfdatum. Eine erneute Prüfung erfolgt bei relevanten Leitlinienänderungen, neuen Sicherheitsinformationen oder spätestens zum im Beitrag genannten Termin. Inhaltlich bedeutsame Änderungen führen zu einer neuen Version.
Werden Fehler oder missverständliche Formulierungen bekannt, werden sie zeitnah geprüft. Wesentliche Korrekturen sollen am Beitrag kenntlich gemacht werden. Hinweise können über das Kontaktformular eingereicht werden.
Verantwortlicher Einsatz von KI-Werkzeugen
KI-Werkzeuge können Rechercheplanung, Strukturierung, sprachliche Überarbeitung, technische Umsetzung und Bildproduktion unterstützen. Sie übernehmen weder Autorenschaft noch fachliche Verantwortung. Veröffentlichte Aussagen werden von Benjamin Metzig gegen die angegebenen Quellen geprüft.
Personenbezogene Daten von Pflegebedürftigen, Angehörigen oder Mitarbeitenden werden nicht als Fallmaterial in öffentliche KI-Dienste eingegeben. Fallbeispiele werden erfunden, anonymisiert oder so abstrahiert, dass keine Person identifizierbar ist.
Unabhängigkeit und spätere Leistungen
Der Pflegekaiser startet als frei zugängliches Wissensangebot. Sollten später Beratungs-, Schulungs- oder andere Leistungen hinzukommen, werden redaktionelle Inhalte und kommerzielle Angebote klar voneinander getrennt. Bezahlte Kooperationen, Interessenkonflikte oder Produktbezüge müssen am jeweiligen Inhalt erkennbar sein.